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Fußballwetten: Strategie

 

Die optimale Fußballwette

Strategien für erfolgreiche Fußballwetten

I. Wissenschaftliche Analysen von Wettstrategien

II. Auf Über/Unter wetten

     1) Berücksichtige Heim- und Auswärtsform
     2) Berücksichtige direkte Duelle
     3) Bewerte Häufigkeiten anstatt Durchschnitt
     4) Beziehe mehr als Tore in deine Statistiken ein
     5) Vernachlässige aktuelle Tendenzen
     6) Berücksichtige Umstände und Zeitpunkt
     7) Hinterfrage exotische Wetten

III. Value Bets finden

IV: Risikomanagement: Die richtigen Einsätze tätigen

     1) Flache Einsätze
     2) Dynamische Einsätze
     3) Variable Einsätze
     4) Progressive Einsätze

V. Guidelines für ein professionelles Risikomanagement

 

I. Wissenschaftliche Analysen von Wettstrategien

Damit du einer optimalen Fußballwette nahe kommst, reicht es nicht aus, Tendenzen aus den letzten Spielen als Basis für deine Wette zu verwenden. Auch bringt es dich selten weiter, auf dein Gefühl oder deine Intuition zu hören, wenn du eine Wette platzierst. Vielmehr benötigst du ausgeklügelte Wettstrategien, die du dir durch die wissenschaftliche Analyse relevanter Zahlen und Statistiken erarbeitest. Besonders relevant für einen Einstieg ins Wettgeschäft sind die richtige Herangehensweise an Über / Unter Wetten, das Ausmachen von Value Bets und ein ausgereiftes Risikomanagement. Damit du weißt, wo und wie du dabei anfangen kannst, um richtig durchzustarten, zeigen wir dir die wichtigen Basics für deinen Aufbau wissenschaftlicher Wettstrategien.

 

II. Auf Über/Unter wetten

Über / Unter Wetten gehören zu den beliebtesten Wettarten. Du wettest dabei darauf, ob in einer Partie mehr oder weniger als eine bestimmte Anzahl an Toren fällt. Du kannst auch auf andere Faktoren wie die Zahl der gelben Karten, Eckbälle und vieles Weiteres wetten, die verbreitetste Variante ist jedoch die Wette auf Tore. Für unseren Leitfaden bleiben wir daher auch bei dieser Form der Über / Unter Wette. Besonders oft bieten Buchmacher dabei die klassische Über-2,5-Tore- oder Unter-2,5-Tore-Wette an. Mit welcher Strategie kommst du hier auf Dauer zum Erfolg? Worauf solltest du achten?

1) Berücksichtige Heim- und Auswärtsform

Einen großen Aussagewert darüber, ob in einem Spiel über 2,5 Tore (also mindestens 3) oder unter 2,5 Tore (also höchstens 2) fallen, hat die Heimstärke bzw. die Auswärtsschwäche der Mannschaften. Viele Teams spielen vor eigenem Publikum stärker und holen mehr Punkte als auswärts. Die Zahlen belegen das: Heimmannschaften erzielen durchschnittlich 1,66 Tore, während Auswärtsteams nur auf 1,20 Tore kommen.

Dass diese Werte für dich einen höheren Aussagewert haben als die Toranzahl, die durchschnittlich in einer ganzen Saison (also in Heim- und Auswärtsspielen zusammen) erzielt wird, zeigt folgendes Beispiel aus der Saison 2014/15:

Beispiel

Hoffenheim spielte in der Saison zu Hause und auswärts oft mit unterschiedlichen taktischen Formationen. Auf diese Weise fielen im heimischen Stadion in den ersten 12 Spieltagen in jedem zweiten Spiel über 2,5 Tore. Auswärts dagegen nur in jedem dritten Spiel. Ein Blick auf Bayern München im selben Zeitraum macht den Unterschied noch deutlicher: Zu Hause fielen in 86 Prozent der Spiele über 2,5 Tore. Auswärts dagegen nur in 20 Prozent der Spiele.

Gerade das Bayern-Beispiel zeigt, wie torhungrig eine Mannschaft zuhause sein kann. Dass es jedoch auch genau anders herum geht, zeigt ein Beispiel von Borussia Dortmund ebenfalls aus der Saison 2014/15:

Beispiel

In Dortmunds Heimspielen fielen im Schnitt nur in jedem dritten Spiel über 2,5 Tore. Auswärts ein gänzlich anderes Bild: Trat die Borussia in der Fremde an, fielen in 83 Prozent der Spiele über 2,5 Tore.

Fazit: Ein ausschließlicher Blick auf die in einer Saison geschossenen Tore kann für deine Einschätzung irreführend sein. Berücksichtige daher für jede Über / Unter Wette die Statistiken der Heim- und Auswärtsspiele getrennt. Sie lassen dich im Detail erkennen, wie wahrscheinlich es wirklich ist, dass 2 oder 3 Tore in einem Spiel fallen.

 

2) Berücksichtige direkte Duelle

Die Ergebnisse direkter Aufeinandertreffen lassen dich ebenfalls gut einschätzen, ob du auf über oder unter 2,5 Tore wetten solltest. Denn: Es kann durchaus vorkommen, dass Mannschaften die ganze Saison über nach vorne spielen und viele Tore erzielen, bei einem direkten Aufeinandertreffen jedoch regelmäßig kaum Tore fallen. Das kann taktischen Formationen, besonderem Respekt oder der Tabellensituation geschuldet sein. Anders herum ist dies genauso möglich: Sind Teams eigentlich eher defensiv ausgerichtet und fallen in Spielen mit ihrer Beteiligung in der Regel nur wenige Tore, kann ein direktes Aufeinandertreffen regelmäßig zu einem Torfestival werden.

Analysiere keine zu alten Spiele

Geh für deine Analyse der direkten Duelle in der Historie zudem nicht zu weit zurück. Besonders aussagekräftig sind die Aufeinandertreffen der letzten 3 Jahre. Gehst du zu weit zurück, könnten gänzlich andere Mannschaften, Trainer und damit andere taktische Ausrichtungen das Spiel dominiert haben, so dass du zu einem falschen Ergebnis kommst.

Analysiere nicht zu wenige Spiele

Auch wenn du für deine Analyse zeitlich nicht zu weit zurückgehen solltest, nimm nicht nur 1 oder 2 Begegnungen der beiden Mannschaften unter die Lupe. Berücksichtige mindestens 3 Spiele der Teams. Denn: Es gibt immer mal wieder Aufeinandertreffen, die aus dem Rahmen fallen und in der Statistik Ausreißer darstellen. Um diese zu vermeiden und so eine bessere Prognose erstellen zu können, ist es wichtig, eine Handvoll Duelle zu analysieren.

 

3) Bewerte Häufigkeiten anstatt Durchschnitt

Geschossene Tore von Teams können ein Anhaltspunkt sein, wenn du einschätzen willst, ob du auf über oder unter 2,5 Tore wetten solltest. Gleichzeitig können diese jedoch auch irreführend sein. Denn: Wenn du ausschließlich die durchschnittlich erzielte Toranzahl von Partien untersuchst, können dich Ausreißer-Werte in deiner Statistik falsche Schlüsse lassen. Ein Beispiel aus der Saison 2014/15 macht das deutlich:

Beispiel

Nach 12 Spieltagen erschienen Partien mit Beteiligung des VfB Stuttgart mit einer durchschnittlichen Torquote von 3,33 Treffern pro Spiel als eine Bank für eine Über-2,5-Tore-Wette. Schlüsselt man die einzelnen Spiele jedoch auf, wird schnell klar, dass diese Statistik für dich irreführend ist. In diesen 12 Spielen des VfB fielen sieben Mal weniger als 2,5 Tore und fünf Mal mehr als 2,5 Tore. Wie kann das sein? In den Partien mit mehr als 2,5 Toren war ein Spiel mit 9 Toren, eins mit 6 Toren, eins mit 5 Toren und zwei mit 4 Toren enthalten, so dass die Spiele mit Stuttgarter Beteiligung auf den hohen Torschnitt von 3,33 Toren kamen. Für dich jedoch ein irreführender Wert, denn unterm Strich fielen in den Spielen mit Stuttgart öfter unter 2,5 Tore als über 2,5 Tore.

Ein Beispiel von Mainz 05 aus der Saison 2014/15 unterstreicht diesen möglichen Effekt:

Beispiel

In den ersten 12 Spieltagen der Saison wiesen Spiele mit Mainzer Beteiligung einen Torschnitt von 2,42 Treffen pro Partie auf. Aus dieser Perspektive betrachtet für dich ein Indiz, dass du auf eine Unter-2,5-Tore-Wette setzen solltest. Schaut man sich die einzelnen Spiele der Mainzer jedoch an, kommt heraus: In nur fünf Spielen mit Mainzer Beteiligung fielen weniger als 2,5 Tore. In sieben Spielen fielen mehr als 2,5 Tore. Auch hier erklärt ein Blick auf die einzelnen Partien den vermeintlichen Widerspruch: Unter den Spielen mit unter 2,5 Toren waren 3 torlose Unentschieden. Und unter den Spielen mit mehr als 2,5 Toren gab es kein Spiel, in dem mehr als 4 Tore fielen.

Fazit: Damit du aus der Toranzahl eines Teams Schlüsse für deine Über / Unter Analyse ziehen kannst, solltest du keine Durchschnittswerte, sondern Häufigkeiten in deine Berechnungen miteinbeziehen. Die für dich relevante Frage sollte daher stets lauten: In wie vielen Spielen mit Beteiligung der Mannschaft X fielen mehr (und weniger) als 2,5 Tore?

 

4) Beziehe mehr als Tore in deine Statistiken ein

Geschossene Tore haben zwar eine Aussagekraft für künftige Spielergebnisse, für eine Über / Unter Analyse solltest du jedoch mit weiteren Indikatoren arbeiten, damit du das Potenzial einer Mannschaft genau bestimmen kannst. Berücksichtige dabei vor allem abgegebene und zugelassene Torschüsse einer Mannschaft. Überprüfe auch die Chancenauswertung: Wie viele Torschüsse benötigt ein Team, um ein Tor zu erzielen? Und: Wie viele Torschüsse benötigt der Gegner in der Regel, um ein Tor gegen das Team zu erzielen?

Tore sind zwar der offensichtliche Indikator für eine Über / Unter Wette, statistisch betrachtet sind Tore jedoch oft unbeständig, so dass du allein daraus nur eine begrenzt fundierte Prognose für deine Wette erstellen kannst. Nutze es aus, dass sich die meisten Wettenden nur an Endergebnissen von Spielen orientieren und Wettanbieter diese Einschätzungen auch für die Erstellung ihrer Quoten verwenden. Beziehst du mehr als Tore in deine Prognose mit ein, kannst du dir einen großen Vorteil erarbeiten und so erfolgreicher wetten.

 

5) Vernachlässige aktuelle Tendenzen

Die aktuelle Form einer Mannschaft gilt für Wettanfänger oft als wichtiges Indiz für eine Über / Unter Wette. Lass deine Prognose davon jedoch nicht zu sehr beeinflussen. Tendenzen für viele geschossene Tore lassen sich nur selten auf ein zukünftiges Spiel übertragen, da zu viele verschiedene Faktoren des jeweiligen Gegners, wie taktische Einstellungen und die Tabellensituation, einen erheblichen Einfluss auf die Toranzahl haben. Schau dir stattdessen die letzten 20 Spiele der im Fokus stehenden Mannschaft an und überprüfe, wie oft Spiele mit ihrer Beteiligung über und wie oft unter 2,5 Tore zu bieten hatten.

 

6) Berücksichtige Umstände und Zeitpunkt

Abseits aller Spielstatistiken sind auch die Umstände sowie der genau Zeitpunkt des Spiels von Interesse. Achte dabei besonders darauf,

• wie die beiden Teams in ähnlichen Situationen aufgetreten sind,
• wie die Partien bisher endeten, wenn ein Team ein Underdog war,
• ob ein torgefährlicher Spieler oder ein wichtiger Abwehrspieler für die Partie ausfällt (weil krank, verletzt oder gesperrt),
• ob eins der beiden Teams bereits sein Saisonziel (Meister, Klassenerhalt etc.) erreicht hat und daher weniger motiviert sein könnte, Tore zu schießen,
• wie weit die Saison fortgeschritten ist, da jede Phase eine höhere oder niedrigere Torwahrscheinlichkeit aufweist (vgl. Vorhersagen und Prognosen: Parameter für die Vorhersage von Fußballspielen, Nr. 11: Spieltag)

Beziehst du diese Faktoren für deine Analyse mit ein, kannst du dir einen Vorsprung gegenüber vielen Wettenden verschaffen.

 

7) Hinterfrage exotische Wetten

Neben Daten und Fakten, die sich unmittelbar auf das Spiel beziehen, hilft es dir auch, wenn du die Quoten der Buchmacher für Über / Unter Wetten hinterfragst. Dir kommt die Quote für ein Spiel deutlich zu hoch vor? Bevor du blind darauf wettest, berechne die Kommission, die der Buchmacher für die Spielausgänge nimmt (vgl. Kapitel Fußballwetten Grundlagen – Wettanbieter – IV. Was ist die Buchmacher-Kommission?). Denn: In der Regel nehmen Wettanbieter, die derartige Quoten ausweisen, eine Kommission, die deutlich über dem Durchschnitt liegt.

Solche Quoten findest du selten bei Über / Unter Wetten auf 2,5 Tore, sondern eher bei Wetten auf exotischere Spielausgänge, wie. z.B. bei Über / Unter 4,5 Tore. Für derartige Spielergebnisse wirst du auch deutlich schwerer Statistiken finden können, die dir für eine Prognose helfen.

Ansonsten gilt auch hier: Such nach Value Bets. Hast du eine unwahrscheinliche Quote gefunden, überprüfe ihren Value und die Kommission des Buchmachers. Spielt beides in deine Hände, setz dein Geld darauf.

 

III. Value Bets finden

Am Anfang jeder Wettstrategie steht für dich die Herausforderung, aus der Vielzahl der Wetten am Markt Value Bets zu finden. Sie bilden die Grundlage, um auf Dauer Gewinne erwirtschaften zu können. Was Value Bets sind, haben wir dir bereits im Kapitel Wettquoten gezeigt. Welche Möglichkeiten hast du, um Value Bets aufzudecken?

Kickform ValueBets Finder

Unser Kickform Value Bets Finder ist dein Werkzeug, um im Handumdrehen Value Bets aufzudecken. Wir stellen für jedes Bundesligaspiel eigene, wissenschaftlich fundierte Quoten auf, so dass du diese direkt mit denen der Buchmacher vergleichen kannst. Auf diese Weise erkennst du auf den ersten Blick, in welchen Spielpaarungen sich Value Bets verstecken.

Value Bet berechnen mit dem KickForm ValueBets Finder
Um zu überprüfen, ob du eine Value Bet gefunden hast, multiplizierst du unsere berechnete KickForm Wahrscheinlichkeit in Prozent mit der Quote des Wettanbieters. Anschließend teilst du das Ergebnis durch 100.

(KickForm Wahrscheinlichkeit in Prozent x Buchmacherquote) : 100 = KickForm ValueBet

Ist das Ergebnis größer als 1, liegt eine Value Bet vor. Als Grundsatz kannst du dir hierbei merken: Je höher der Wert über 1 liegt, desto mehr Value hat die Wette. Ist das Ergebnis unter 1, liegt keine Value Bet vor. Lass die Finger von der Wette.

Beispiel

Der VfL Wolfsburg trifft auf die Hertha aus Berlin. Der KickForm-Algorithmus hat berechnet, dass Berlin mit einer Wahrscheinlichkeit von 55 Prozent als Sieger vom Platz geht. Die Buchmacher bieten dir eine Quote von 2,0 an. Hast du eine Value Bet entdeckt?

(55 Prozent x 2,0) : 100 = 1,1

Das Ergebnis liegt über 1, du hast eine Value Bet gefunden. Schließ eine Wette auf das Spiel ab.

Alternative Berechnungswege (Variante 1)

Du glaubst, Hertha ist aktuell stärker und wird daher mit einer Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent gewinnen? Dann kannst du alternativ deine eigene Einschätzung verwenden, um Value Bets auszumachen. Dazu ersetzt du lediglich die KickForm-Wahrscheinlichkeit in der Formel durch deinen eigenen Wert. Für unser Beispiel heißt das:

Beispiel

(Deine Wahrscheinlichkeit in Prozent x Wettquote des Buchmachers) : 100 = Value

(65 Prozent x 2,0) : 100 = 1,3

Das Ergebnis liegt über 1, du solltest Geld auf das Spiel setzen.

Alternative Berechnungswege (Variante 2)

Du kannst auch deine selbst eingeschätzte Wahrscheinlichkeit mit der Dezimalquote des Wettanbieters multiplizieren und zum Schluss 100 Prozent vom Ergebnis abziehen.

Liegt das Ergebnis über 0, hast du eine Value Bet gefunden. Du solltest auf das Spiel wetten. Liegt das Ergebnis unter 0, sprich im Minus-Bereich, handelt es sich nicht um eine Value Bet. Nimm Abstand von der Wette.

Beispiel  

Freiburg spielt gegen Bremen. Dein Buchmacher bietet dir dazu eine Quote von 1,80 auf Sieg Freiburg an. Du glaubst an eine Sieg-Wahrscheinlichkeit von 65 Prozent. Solltest du die Wette abschließen?

(65 Prozent x 1,80) – 100 Prozent = 17 Prozent

Das Ergebnis liegt über 0, es liegt eine Value Bet vor. Du solltest auf das Spiel wetten.

 

Value Bets in der Bundesliga

Mit unserem KickForm ValueBets Finder findest du immer mal wieder eine Value Bet in der Bundesliga. Unsere Erfahrungen haben jedoch auch gezeigt, dass du in unterklassigen Partien wie in der 3. Liga deutlich höhere Chancen hast, Wetten mit einem hohen Wert aufzudecken. Das liegt vorwiegend daran, dass die Buchmacher in den Top-Ligen der Welt ihre Wettquoten sehr genau und detailliert berechnen. Oft decken sich daher die Einschätzungen der Buchmacher mit deiner Berechnung, so dass es schwer ist, bei Spielen mit Beteiligung von Bayern, Dortmund oder Schalke echte Value Bets zu finden.

Kennst du dich also beispielsweise auch in der 3. Liga ganz gut aus, nutze das zu deinem Vorteil. Bei Partien mit Halle, Kiel oder Wiesbaden kann es vorkommen, dass die Buchmacher ihre Quoten mit weniger Aufwand festlegen und so eher daneben liegen. Das ist deine Chance, erstklassige Value Bets zu finden.

 

IV. Risikomanagement: Die richtigen Einsätze tätigen

Hast du Value Bets entdeckt, musst du die richtigen Einsätze für deine Wetten finden. Damit du auch auf Dauer Gewinne erwirtschaften kannst, ist es wichtig, dass du dafür ein Risikomanagement verwendest, das dich dein eigenes Wettkapital schützen lässt, gleichzeitig aber die Vermehrung nicht unnötig ausbremst. Welche Money-Management-Strategien stehen dir dafür zur Auswahl?

a) Flache Einsätze

Bei flachen Einsätzen verwendest du für deine Wetten stets einen kleinen und prozentualen Anteil deines gesamten anfänglichen Wettbudgets. Dieser dürfte in der Regel im einstelligen Prozentbereich liegen. Dieser Ansatz hat den Vorteil, dass du dein Risiko, Geld zu verlieren, minimierst. Gleichzeitig dauert es aber auch, bis dein Budget entscheidend steigt. Langfristig sind flache Einsätze daher etwas für vorsichtigere Spieler, die auf Nummer sicher gehen möchten. Wenn du also zu den geduldigen Wettenden gehörst, kannst du mit dieser Strategie sehr erfolgreich wetten.

b) Dynamische Einsätze

Bei dynamischen Einsätzen verwendest du stets einen kleinen, prozentualen Anteil deines aktuellen Wettbudgets. Im Gegensatz zu den flachen Einsätzen orientierst du dich also nicht weiter an deinem anfänglichen Wettbudget. Dein gesetzter Wettbetrag ist so nicht immer gleich, sondern steigt (im Idealfall) mit der Zeit an.

Beispiel  

Du startest mit einem Wettbudget von 100 Euro und setzt auf deine erste Wette 2 Prozent des Budgets. Dein Wetteinsatz beträgt also 2 Euro. Sagen wir, du gewinnst die Wette und bekommst 4 Euro zurück. Dein Wettbudget liegt jetzt also bei 102 Euro. Für deine nächste Wette setzt du nun 2 Prozent deines aktuellen Budgets, das jetzt bei 102 Euro liegt. Du setzt daher 2,04 Euro auf deinen nächsten Tipp.

Das Wetten mit dynamischen Einsätzen lässt Gewinne, aber auch Verluste exponentiell steigen. Beides fällt damit höher aus als bei flachen Einsätzen.

c) Variable Einsätze

Bei variablen Einsätzen wettest du losgelöst vom deinem Startbudget oder aktuellen Wettbudget und richtest deine Wettbeträge stattdessen an anderen Kriterien aus. Viele Wettende machen ihre Beträge dabei vom Risiko der Wette abhängig und entscheiden je nachdem, wie sicher sie sich mit ihrer Einschätzung der Wahrscheinlichkeit fühlen, wie viel sie setzen wollen.

d) Progressive Einsätze

Beim progressiven Wetten machst du deine Wetteinsätze davon abhängig, ob du deine letzte(n) Wette(n) gewonnen oder verloren hast. Verlierst du eine Wette, verdoppelst du bei der nächsten Wette deinen Einsatzbetrag. Das machst du so lange, bis du die Wette gewinnst. Hast du eine Wette gewonnen, bleibst du bei deinem letzten Wetteinsatz. Für diese Art von Wetten benötigst du ausreichend Wettkapital und eine hohe Risikobereitschaft.

Beispiel 

1. Wette: Einsatz 5 Euro – Verloren
2. Wette: Einsatz 10 Euro –Verloren
3. Wette: Einsatz 20 Euro – Verloren
4. Wette: Einsatz 40 Euro – Gewonnen

In diesem Beispiel machst du mit den ersten drei Wetten zunächst insgesamt 35 Euro Verlust, um dann mit der vierten Wette 40 Euro Gewinn zu machen. Unterm Strich kannst du dann einen Gewinn von 5 Euro verzeichnen.

Viele Wettende beginnen beim progressiven Wetten mit einem kleinen Wettbetrag, da dieser mit jeder Wettniederlage exponentiell wächst. Liegen die Quoten hoch genug, kannst du jedoch auch die Erhöhung des Wettbetrags niedriger ansetzen. Dann verdoppelst du deinen Wettbetrag nach einer verlorenen Wette nicht, sondern erhöhst diesen nur um 25 oder 50 Prozent. Alternativ kannst du auch erst nach 2 oder 3 hintereinander verlorenen Wetten dein Budget verdoppeln. Bei beiden Varianten reduziert du dein Risiko und somit die Verlustgefahr.

 

Welche Strategie ist die beste?

Das lässt sich nicht eindeutig beantworten. Du kannst zwar mithilfe gründlicher Recherche und unserem KickForm ValueBets Finder attraktive Wetten entdecken, wie das Spiel aber letztendlich ausgeht und ob du deine Wette gewinnst, ist von vielen weiteren Faktoren, u.a. auch Glück, abhängig.

Besonders gängig sind die flachen und dynamischen Einsätze. Mutige Spieler, die mit dynamischen Einsätzen arbeiten, können ihr Wettbudgets mit guten Tipps und etwas Glück schnell erhöhen. Es reicht jedoch auch eine kurze Pechsträhne und der Spieler ist pleite. Der vorsichtigere Spieler, der mit flachen Einsätzen arbeitet, benötigt einen längeren „Run“, um sein Budget entscheidend zu steigern. Dafür tut ihm jedoch auch keine Pechsträhne unmittelbar weh, da sein Wettbudget nur langsam schrumpft.

Letztendlich musst du dich fragen, was für eine Art von Spieler du bist. Liebst du das Risiko, solltest du auf dynamische Einsätze zurückgreifen. Willst du vorsichtig an Wetten herangehen und möglichst lange "herumprobieren“, sind flache Einsätze für dich besser. Ein professionelles Risikomanagement, das dich sowohl dein Wettkapital schützen lässt als auch deine Vermehrung nicht ausbremst, erfordert in der Regel eine Kombination der beiden Strategien. Für ein ausgeklügeltes Risikomanagement solltest du daher folgende Guidelines beachten:

 

V. Guidelines für ein professionelles Risikomanagement

1. Betreibe mehrere Wettkonten!

Um flache und dynamische Einsätze intelligent miteinander zu verknüpfen und von den Vorteilen beider Strategien profitieren zu können, solltest du zwei Wettkonten gleichzeitig betreiben. Auf diese Weise kannst du beide Strategien testen. Verluste auf dem einen Konto kannst du bei geschickter Planung durch Gewinne auf dem anderen Konto wieder ausgleichen.

2. Passe Wetteinsätze flexibel an!

Du musst dich nicht fest an ein Money Management klammern. Stattdessen kannst du zwischen flachen und dynamischen Einsätzen (innerhalb eines Wettkontos) wechseln. Hast du bspw. mit deinen letzten Tipps Verluste eingefahren, passe deine nächsten Einsätze an und verwende kleinere Beträge.

Eine weitere Möglichkeit: Orientiere dich an deinem Startbudget. Spiele so lange mit dynamischen Einsätzen, bis du unter dein Startbudget fällst. Dann spielst du mit flachen Einsätzen, um deinen freien Fall abzufangen. Auf diese Weise verhinderst du, dass du dein gesamtes Wettbudget verspielst. Liegst du wieder über deinem damaligen Startbudget, kannst du wieder auf dynamische Einsätze umstellen.

3. Lass deinen Wettanbieter Wettlimits setzen!

Viele Buchmacher bieten dir an, Wettlimits zu setzen. Der Wettanbieter kontrolliert dann die von dir geplanten Einsätze und hält dich in einem festgelegten Wettrahmen. Ein guter Mechanismus, der dich vor zu großen Verlustsummen bewahrt.

4. Mach deine Recherche!

Um deine Einsätze immer mit einem guten Gefühl tätigen zu können (und im Endergebnis erfolgreicher zu wetten), setze vor jeder Wette auf eine ausführliche Recherche. Vertrau nicht auf dein Glück oder dein Bauchgefühl, sondern sei fleißig und trage alle wichtigen Daten und Fakten für jedes Spiel zusammen und kreiere daraus deine Spieleinschätzung. Im Zusammenspiel mit unseren wissenschaftlich fundierten KickForm-Vorhersagen kannst du so die bestmögliche Spielprognose abgeben.

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Wähle einen oder mehrere unserer Faktoren (Mannschaftswert, Fifa-Rangliste) aus und stelle einen Wert mit dem Schieberegler ein. Damit gibst Du dem Faktor bei der Berechnung einen entsprechenden Wert und gibst der Fußballformel einen anderen Schwerpunkt.

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  1. Leistungsstärke
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